25. Mai 2017

25. Mai 2017

Je empfindsamer jemand wird, desto mehr leidet er unter dem, was er in seiner Umgebung sieht und hört. Soll man aber unsensibel werden, um nicht zu leiden? Nein, mit einer solchen Auffassung würde man schnell hart werden wie ein Stein. Man darf keine Angst davor haben zu leiden. Es geht hier sogar um ein Gebiet, wo man dem Leid nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken darf. Es ist besser, seine Empfindungsfähigkeit zu vergrößern, auch wenn man Leid durchmachen muss, denn der Grad der Empfindungsfähigkeit eines Menschen bestimmt seine Größe und seine Erhabenheit. Nur darf man Empfindsamkeit nicht mit Empfindlichkeit verwechseln.

Der Einweihungswissenschaft zufolge heißt empfindsam sein, fähig zu sein, sich immer mehr der Herrlichkeit und dem Reichtum des Himmels zu öffnen. Sich derart der Wunder der göttlichen Welt gewahr zu sein, dass man die Dummheit, Gewöhnlichkeit und Boshaftigkeit der Menschen gar nicht mehr so fühlt. Die großen Meister und über ihnen die Engel und Erzengel leiden nicht unter der Hässlichkeit. Sie sehen sie nicht mehr. Sie sehen nur die Schönheit und leben immer in der Freude.

24. Mai 2017

24. Mai 2017

Es ist normal, dass jedermann mit seiner Familie, seiner Stadt oder seinem Land verbunden ist und für sie arbeitet. Aber das soll ihn nicht hindern, seine Bewusstseinsebene auszuweiten und in seinen Gedanken viel weiter, viel höher zu gehen.

Weder in seinem Herzen noch in seiner Seele darf er Abgrenzungen akzeptieren. Genauso wie er am Leben seiner Familie, seiner Stadt und seinem Land teilnimmt, kann er lernen, am kosmischen Leben teilzunehmen.

Warum soll man glauben, man müsse Astronaut sein oder eine Rakete haben, um im Weltraum reisen und arbeiten zu können? Angetrieben durch die Sonne, durchquert die Erde den Raum, gleich einem Raumschiff, das mit den Menschen inmitten der Sterne seine Bahn zieht. Das macht aus ihnen Bürger des Kosmos, die bewusst und lichtvoll am universellen Leben mitwirken können. Das ist ihre wahre Zugehörigkeit, ihre wahre Dimension.

23. Mai 2017

23. Mai 2017

Meister Peter Deunov gab folgende Regel:
»Setze die Güte als Grundlage deines Lebens, die Gerechtigkeit als Maßstab, die Weisheit als Grenze, die Liebe als Erquickung und die Wahrheit als Licht.«
Wenn man über den Sinn dieser Empfehlung nachdenkt, wird man sie außerordentlich aufschlussreich und nützlich finden.

Die Güte ist die einzige solide Basis, auf der ein Gebäude stehen kann. Selbst wenn das Gebäude schön und intelligent ist, wird es einstürzen, wenn die Güte, dieses Wohlwollen, welches man allen Wesen entgegenbringen kann, es nicht stützt.

Die Gerechtigkeit ist eine Qualität des Maßes. Gerecht zu sein, wie es das Symbol der Waage anzeigt, bedeutet immer das Gleichgewicht halten zu können: nicht nur eine einzige Waagschale belasten, sondern darauf achten, ein bisschen von einer Seite hinzuzufügen, ein bisschen von der anderen wegzunehmen…

Die Weisheit ist eine Begrenzung, eine Grenze, dank der wir uns schützen können vor den äußeren und den inneren Feinden, die uns bedrohen.

Die Liebe gibt uns den Geschmack an den Dingen. Selbst wenn wir den Reichtum, das Wissen, den Ruhm besitzen, kommt uns doch das Leben ohne Liebe sehr öde vor!

Die Wahrheit ist das Licht, das unseren Weg erhellt. Dank ihr kommen wir weiter, ohne zu riskieren, uns zu verirren oder zu stürzen.

22. Mai 2017

22. Mai 2017

Überall sieht man Rosen, man schenkt einander Rosen, aber bringt das denn wirklich so viel? Sind sie einmal in die Vase gestellt, beachtet man sie nicht mehr, man nimmt kaum ihren Duft wahr. Dabei wird eine Rose viel lebendiger, wenn ihr sie mit einem erhellten Bewusstsein betrachtet, dann entsteht ein Kontakt zwischen ihr und euch. Ihr fühlt, dass ein strahlend schönes Wesen in dieser Blume wohnt und sich an euch wendet.

Einige werden sagen, dass das nicht möglich sei, so etwas gäbe es nur im Märchen. Sie werden nie die Stimme einer Blume hören können. In Wirklichkeit gibt es verschiedene Arten, die Stimme einer Blume zu hören. Wenn euch das, was ich euch sage, wie ein Märchen vorkommt, so wisst, dass die Märchen nicht nur schöne Geschichten sind, die von fantasievollen Leuten für die Kinder erfunden wurden. Sie entsprechen einer sehr tiefen Realität, die ihr dann endlich begreifen könnt, wenn es euch gelingt, euch zu öffnen, um Austausch mit der ganzen Natur zu haben.

21. Mai 2017

21. Mai 2017

Beim Verlassen der Erde muss der Mensch nicht nur seine materiellen Besitztümer zurücklassen. Alles, was er im Bereich der Intelligenz und der Empfindung von anderen Personen, von Büchern und Kunstwerken bekommen hat, verschwindet ebenfalls, außer er hat es tiefgehend geprüft, erfahren und erlebt. Hat er das nicht, muss er im nächsten Leben alles wieder unter großen Schwierigkeiten lernen. Selbst die Tatsache, dass jemand über alle möglichen Dinge sprechen und schreiben kann, beweist noch nicht, dass er sie wirklich kennt, und er muss bei allem wieder von vorne anfangen.

Hier eines der frappierendsten Beispiele. Männer und Frauen heiraten und haben Kinder. Aber viele sind in dieser Situation so verloren, als würden sie dies das erste Mal erleben. Dabei haben sie es in früheren Inkarnationen schon so oft gekannt! Aber weil sie nie versucht haben, ihre Rolle und Verantwortung als Ehemann, Ehefrau oder Eltern richtig zu begreifen, ist es immer noch so, als würden sie es zum ersten Mal entdecken. Sie machen Fehler und leiden… Man muss also jede Rolle, jede Aktivität ernst nehmen, um in der nächsten Inkarnation nicht dermaßen hilflos dazustehen.

20. Mai 2017

20. Mai 2017

In euch allen wohnt eine Flamme, ein göttliches Sehnen und – so schwach sie auch sei – es liegt in eurer Macht, diese Flamme zu nähren, damit sie zu einem riesigen Feuer wird. Wenn ihr zu fühlen beginnt, dass diese Flamme in euch brennt, seid vorsichtig, setzt sie nicht allen Luftströmen aus, die sie auslöschen könnten. Das heißt, verkehrt nicht mit irgendwem, lest nicht irgendetwas, schaut euch nicht jedes beliebige Schauspiel an. Wählt die besten Einflüsse für euer Herz, euren Intellekt und euren Geist, Einflüsse, die euch innerlich stärken.

An dem Tag, wo ihr euch wirklich stabil, unerschütterlich fühlt, könnt ihr allem entgegentreten und die gleichen Bedingungen oder Begegnungen, die euch vorher zerstört hätten, werden euch dann stärken. Wenn eine Flamme genügend Nahrung gefunden hat, um ein großes Feuer zu werden, löscht der Wind sie nicht mehr aus, sondern facht sie im Gegenteil nur noch weiter an.

19. Mai 2017

19. Mai 2017

Der Chemiker gibt einige Tropfen des Reaktionsmittels »Lackmus« in eine farblose, saure Lösung, worauf sich die Flüssigkeit rot färbt. Nun gibt er tropfenweise eine basische Lösung hinzu. Zunächst geschieht gar nichts, aber er fährt langsam fort, Tropfen um Tropfen, und plötzlich geht die Flüssigkeit in blau über. Aus diesem Phänomen können wir eine Lehre für das psychische Leben ziehen. Ein Mensch, der die göttlichen Gesetze übertritt, sieht nicht sofort, welche Schäden dies in seinem Inneren anrichtet und glaubt, er könne ungestraft weitermachen… Aber dann kommt der Tag, an dem eine einzige weitere Übertretung genügt, um zu seinem inneren Zusammenbruch zu führen.

Selbstverständlich gilt dieses Gesetz sowohl für das Gute wie für das Schlechte. Jemand kommt zu mir, um sich zu beklagen, dass er sich seit Jahren bemühe, an ihm selbst zu arbeiten ohne ein Resultat festzustellen, und er ist entmutigt. Darauf muss ich antworten, dass er nicht richtig denkt, denn die Wirkungen dieser Arbeit können nicht sofort sichtbar und fühlbar sein. Er muss weitermachen, dann wird eines Tages zwangsläufig die Verwandlung geschehen. Ob es sich um das Gute oder um das Schlechte handelt, man darf nicht glauben, es geschehe nichts, nur weil man lange Zeit nichts erkennen kann.

18. Mai 2017

18. Mai 2017

Unser höheres Ich, unser göttliches Ich, hört nicht auf, uns Botschaften zu schicken. Wenn wir sie nicht oder schlecht erhalten, so deshalb, weil wir in uns zu viele Unreinheiten angehäuft haben. Betrachtet eine Petroleumlampe, deren Glas verrußt ist: Ihre Flamme ist nicht so hell, kräftig und schön, wie wenn das Glas absolut durchsichtig wäre. Man muss das Glas reinigen.

Nun, man kann den Menschen mit einer Petroleumlampe vergleichen. Das Licht, das in ihm ist und das sich durch ihn manifestieren will, dieses Licht, das die Liebe und die Weisheit ist, kann nicht alle unreinen Schichten durchqueren, die er durch ein unvernünftiges Leben angesammelt hat, indem er in seinem Intellekt und Herzen die Gesetze der Weisheit und Liebe nicht respektierte. Er muss sich also säubern und reinigen, bis seine verschiedenen Körper, der physische-, der Astral- und der Mentalkörper so transparent und rein sind, dass dieses in ihm verborgene Licht, das sich alle Mühe gibt, die Dunkelheit zu durchdringen, endlich in seinem wahren Glanz leuchten kann.

17. Mai 2017

17. Mai 2017

Im Buch der Genesis erzählt Moses, wie Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, weil sie Gott nicht gehorcht hatten. Aber das ist hier nur ein Bild, um den Abstieg des Menschen in die Materie zu erklären. Dieser Abstieg war in Wirklichkeit weder ein Fehler noch ein Unfall, er war durch die kosmische Intelligenz vorgesehen. Warum? Weil es, um zu einer umfassenderen Erkenntnis zu gelangen, notwendig war, dass der Mensch seine intellektuellen Fähigkeiten entwickelt. Um sie zu entwickeln, musste er sich der Erforschung der Materie widmen und daher in Verhältnisse gebracht werden, in denen seine Wahrnehmung der spirituellen Welt für eine Weile geschwächt sein würde.

Die Menschen sind heute in diesem Stadium ihrer Entwicklung: in völligem Materialismus. Aber das ist nicht das endgültige Stadium. Wenn diese Erfahrung einmal abgeschlossen ist, dann werden sie von Neuem in die Regionen der Seele und des Geistes zurückkehren, die sie verlassen haben und dank aller Erfahrungen, die sie in der Materie mittels Intellekt gemacht haben, werden sie bereichert dorthin zurückkehren.

16. Mai 2017

16. Mai 2017

Die Sprache ist ein kostbares Instrument. Sie wurde dem Menschen nicht zu dem Gebrauch gegeben, den er leider größtenteils von ihr macht, nämlich die anderen zu schwächen oder zu Grunde zu richten. Ihre Rolle ist, denjenigen aufzurichten, der gefallen ist, diejenigen zu erleuchten, zu ermutigen und den zu führen, der seinen Weg sucht. Wenn in diesem Leben einigen der Gebrauch der Sprache genommen wurde, kann das darin liegen, dass ihnen diese Behinderung als Strafe gegeben wurde für das Unheil, das sie in einem vorhergehenden Leben angerichtet haben, indem sie andere Leute verfluchten, verleumdeten oder fälschlicherweise beschuldigten. Die Sprache wurde den Menschen ausschließlich gegeben, um in Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe zu segnen, zu danken und zu kommunizieren. Diejenigen, die diesen Reichtum, den sie besitzen, verkennen, werden ihn eines Tages auf die eine oder andere Weise verlieren.

Die Sprache ist für viele glückliche oder unglückliche Ereignisse im Leben verantwortlich. Durch sie verlieren oder gewinnen wir Freunde. Trachtet danach zu zeigen, dass ihr weise, gut und ehrlich seid, indem ihr eure Sprache beherrscht und immer ein wohlwollendes Wort für jeden findet!

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