12. Oktober 2017

12. Oktober 2017

Sucht nicht mehr Beweise für die Existenz Gottes dort, wo ihr sie nicht finden werdet. Sucht Gott in euch und ihr werdet bemerken, dass Er immer da ist, dass Er euch niemals verlässt. Wenn ihr Ihn nicht fühlt, ist das nicht, weil Er nicht existiert, es ist nicht, weil er abwesend ist, sondern weil ihr selbst Ihn verlassen habt: Ihr wart nicht aufmerksam, nicht vernünftig genug, ihr habt Fehler begangen, die euch vom Weg, der zu Ihm führt, abbrachten. Weit ab von diesem Weg hat sich euer Bewusstsein verdunkelt, und jetzt habt ihr Gefühle, die euch über die Realität der Dinge täuschen.

Der Herr ist immer da in euch, wenn ihr aber eure Fähigkeit, Seine Gegenwart zu spüren, abstumpfen lasst, ist es offensichtlich so, wie wenn Er nicht existieren würde. Macht euer Möglichstes, um den Weg des Lichts wieder zu finden, und ihr werdet wieder wissen, dass Gott in euch wohnt.

11. Oktober 2017

11. Oktober 2017

In seinem Innern wie in seinem Äußeren ist der Mensch beständig ein Schauplatz der Kämpfe zwischen dem Prinzip des Lebens und dem Prinzip des Todes. Diese beiden entgegengesetzten Kräfte sind ständig dabei, sich zu streiten, und immer ist es die Schwäche des einen, welche die Kraft des anderen ausmacht. Wenn ein Königreich mächtig und blühend ist, verhalten sich alle seine Feinde ruhig; wenn es aber auf Grund der Nachlässigkeit seiner Regierenden oder der Böswilligkeit seiner Bürger beginnt, schwächer zu werden, nutzen die Feinde dies aus, um es anzugreifen und zu vernichten.

Dasselbe Phänomen vollzieht sich auch in uns: Immer drohen Feinde, uns zu schwächen, indem sie uns unseren Frieden, unsere Inspiration, unseren Mut rauben; sie lauern auf den kleinsten Moment unserer Unaufmerksamkeit. Deshalb müssen wir uns immer über unseren inneren Zustand bewusst sein, um diesen feindlichen Kräften sofort einen Widerstand entgegenstellen zu können. Da wir auf die Erde gekommen sind, um eine Arbeit auszuführen, dürfen wir nicht zulassen, dass die Kräfte des Todes den Sieg davon tragen. So gut wir können, müssen wir durch Wissen, Glauben, Hoffnung und Liebe den Mächten des Lebens helfen, in uns zu triumphieren.

10. Oktober 2017

10. Oktober 2017

Um unglücklich gewählte Worte oder Gesten zu rechtfertigen, sagen viele Leute: »Ich weiß nicht, was mit mir los war, ich habe den Kopf verloren!« Und diese Erklärung genügt ihnen. In Wirklichkeit ist das, was sie in diesem Moment verloren haben, die Verbindung mit der göttlichen Welt, dank der alle Elemente, alle Aktivitäten gemeistert, koordiniert und harmonisiert werden. Und dann ist die Unordnung da, die Auflösung, die Gesten, die Blicke und die Worte gehen in alle Richtungen.

Wenn ihr die Verbindung mit der göttlichen Welt abschneidet, werden die Zellen eures Organismus gewahr, dass der Kopf, der Chef nicht mehr da ist. Ab diesem Moment fühlen sie sich nicht mehr verpflichtet, die Ordnung und die Harmonie, die ihr in euch einzuführen wusstet, zu respektieren. Sie werden wie Feinde, die euch bedrohen. Vorher waren sie gefügig, gehorsam, aber jetzt hält sie nichts mehr zurück: Ihr liegt krank im Bett oder ihr häuft eure Fehler an, ihr leidet und sie freuen sich und sagen: »Ha, ha, das ist ausgezeichnet, das wird dich lehren, die Verbindung mit der Welt des Lichts aufzugeben!« Aber bringt den Kopf zurück, stellt die Verbindung wieder her und gemeinsam werden sie wieder harmonisch arbeiten.

9. Oktober 2017

9. Oktober 2017

Die Börse veröffentlicht täglich die Kurswerte: Einige haben ein Hoch, die anderen ein Tief. Die, die heute hoch sind, können morgen tief sein und umgekehrt. Nun, in einem größeren Maßstab hat man gesehen, wie sich die gleichen Phänomene in der Weltgeschichte ereigneten: In einem Moment waren bestimmte Werte oben, während andere nicht beachtet wurden.

In bestimmten Epochen hat man beispielsweise den physischen Mut bewundert: Die Helden waren die, die sich in Turnieren, Duellen oder Kriegen schlugen und niemals Angst vor Gefahr hatten. In anderen Perioden wurde dem Opfer der größte Wert beigemessen: Man bewunderte die, die fähig waren, alles aufzugeben, um sich dem Dienst an den Armen, den Kranken und den Verfolgten zu widmen. In unserer heutigen Zeit hat der Intellekt den höchsten Wert: die Fähigkeit zu denken und sich Kenntnisse anzueignen, um auf die Materie einwirken zu können. Aber das wird nicht anhalten. Ein anderer Wert ist schon dabei, in Erscheinung zu treten: die Brüderlichkeit. Sie wird die Menschen dazu drängen, sich von ihren Begrenzungen und ihrem Egoismus zu lösen, um das Bewusstsein der Universalität zu erlangen.

8. Oktober 2017

8. Oktober 2017

Die Materie streckt sich dem Geist entgegen, sie will sich bis zu ihm erheben, um reiner und feiner zu werden; und umgekehrt steigt der Geist zur Materie hinab, um sich zu inkarnieren und sich durch sie zu offenbaren. So geht die Geliebte ihrem Geliebten entgegen, der von den himmlischen Regionen herabsteigt, und wenn sie sich irgendwo im Raum treffen, mit was für einer Freude vereinigen sie sich.

In gleicher Weise lässt sich die ganze Arbeit des Spiritualisten in diesem Vorgang zusammenfassen: die Begegnung des Geistes und der Materie. Was er auch macht, was seine Beschäftigungen, seine Erfahrungen und Vorhaben auch sein mögen, sie müssen zu dem führen, was ich euch hier in zwei Worten zusammenfasse: die Vergeistigung der Materie und die Inkarnation des Geistes. Denn wenn der Geist in die Tiefen des menschlichen Wesens hinabsteigt, verwandelt er die rohe Materie seiner Leidenschaften in Schönheit, Reinheit, Licht, Edelmut und Liebe.

7. Oktober 2017

7. Oktober 2017

Ihr habt ein außergewöhnliches Werkzeug zur Verfügung: das Denken. Warum benutzt ihr es nicht? Warum begnügt ihr euch damit, zu jammern und aufzuzählen, was euch alles fehlt? Ihr benötigt Schönheit, Poesie, Stille, ein Lächeln, wohlwollende Blicke und freundliche Worte?… Nun, anstatt euch darüber zu beklagen, dass sie euch niemand gibt, solltet ihr wissen, dass ihr sie augenblicklich durch die Gedanken erschaffen könnt. Ihr werdet sagen: »Aber nein, da ist nichts, ich sehe nichts, ich berühre nichts!« Natürlich, wenn ihr wartet, bis sie materialisiert sind, braucht ihr vielleicht Jahrhunderte. Aber sobald ihr sie auf der Mentalebene erschafft, existieren sie. Und an genau diese Realität müsst ihr euch klammern.

Stellt euch vor, ein Hypnotiseur gibt euch ein Stück Papier und sagt: »Hier ist eine Rose, rieche sie!« Ihr werdet euch an dem herrlichen Duft dieser Rose entzücken. Wie ist das möglich? Durch die Tatsache, dass ihr seinen Gedanken aufgefangen habt: Sein Gedanke mit den Worten, die ihn begleiteten, hat die Rose auf der feinstofflichen Ebene schon geschaffen. Damit hat er erreicht, euer Bewusstsein dorthin zu richten, und ihr, ihr riecht die Rose mit eurem psychischen Geruchssinn. Nun, warum wendet ihr diese Methode nicht an euch selbst an, um euch aus euren negativen Zuständen herauszureißen?

6. Oktober 2017

6. Oktober 2017

Jemand erzählte mir eines Tages von den Schwierigkeiten, die er mit einem Freund hatte: Infolge eines Missverständnisses war ihre Beziehung schwierig geworden. Dieser Freund hatte sich ihm gegenüber sogar feindselig geäußert, was ihm viel Kummer bereitete. Er erklärte mir: »Ich wünschte, die Dinge kämen wieder in Ordnung, ich bete, ich konzentriere mich, ich bitte Gott jeden Tag um Hilfe, aber ich sehe keine Verbesserung.«

Nachdem ich ihm einen Moment zugehört hatte, sagte ich: »Wie aktiv Sie sind, das ist großartig! Aber warum wollen Sie alle Mächte des Himmels mobilisieren, für eine so winzige Angelegenheit, die Sie selbst regeln können? Ein Blick, einige Worte, eine selbstlose Geste würden ohne Zweifel genügen, damit diese Person begreift, dass Sie immer noch ihr Freund sind. Sie wollen den Herrn bemühen – was ein äußerst schwieriges Unterfangen ist – damit Er Ihre Probleme löst. Versuchen Sie doch lieber, die sehr einfachen Mittel anzuwenden, die Er Ihnen zur Verfügung gestellt hat: den Blick, die Sprache, die Geste…«

5. Oktober 2017

5. Oktober 2017

Ein junger reicher Mann kam, um Jesus zu fragen, was er machen müsse, um das ewige Leben zu haben, und Jesus antwortete: »Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, und komm und folge mir nach!« (Mk 10,21). Und der junge Mann war ganz traurig wieder gegangen, denn was Jesus da von ihm verlangte, überstieg seine Kräfte. Muss man daraus schließen, dass Jesus uns sagt, um ihm zu folgen zu können, müssten wir uns wirklich von allem, was wir besitzen, befreien, um es den Armen zu geben? Einige haben es gemacht, aber sie folgten ihm nicht alle darum besser.

Es ist sicher sehr lobenswert, sich Entsagungen und Opfer aufzuerlegen, aber was entsagen und was opfern? Man muss sich anstrengen, um für dieses Thema klar zu sehen. Es nützt nichts, auf materielle Güter, deren Besitz uns blockiert, zu verzichten, wenn wir uns nicht von Gedanken, Gefühlen und Begehren, die uns noch mehr blockieren und schließlich unsere innere Sicht verdunkeln, befreien.

4. Oktober 2017

4. Oktober 2017

Wenn ihr esst, so gewöhnt euch daran, die Nahrung lange zu kauen, damit die Speicheldrüsen Zeit haben, ihre Arbeit zu verrichten. In der Tat enthält der Speichel verschiedene chemische Substanzen, die zur Verdauung beitragen. Ihre Tätigkeit ist vergleichbar mit einer Art des Kochens, welche die Aufnahme der Nahrung erleichtert. Wenn ihr also die Nahrung so lange kaut, bis sie flüssig wird, bleiben nur sehr wenig Abfälle und auch wenn ihr wenig esst, werden euch viele Energien zugutekommen.

Dieselben Gesetze gelten für die Atmung. Bemüht euch beim Atmen daher, die Luft langsam und tief aufzunehmen. Sie soll bis in die untersten Bereiche der Lungen hinabströmen, um diese auszuweiten. Nachdem ihr die Luft aufgenommen habt, müsst ihr sie zurückhalten, als ob ihr sie kauen würdet. So wie der Mund die Nahrung kaut, kauen die Lungen gewissermaßen die Luft. Die Luft, die wir atmen, ist wie ein Bissen Nahrung voll von Energie, und um sie gut zu verdauen, muss man sie nicht nur zurückhalten, sondern auch sehr langsam ausatmen.

 

3. Oktober 2017

3. Oktober 2017

Weil sie von den karmischen Gesetzen gehört haben, werden manche Personen gleichgültig gegenüber dem Leiden der andern. Wenn sie ein Wesen, das gut und ehrlich ist, leiden sehen, sagen sie sich, dass dieses Wesen in einer vergangenen Inkarnation sicher Fehler begangen hat, die es jetzt wiedergutmachen muss, und werden nichts unternehmen, um ihm zu helfen. Aber vielleicht irren sie sich… Diese Personen finden immer eine Rechtfertigung für das Leiden der andern, aber wenn sie selbst Prüfungen durchmachen müssen, finden sie, dass sie so eine Ungerechtigkeit nicht verdient hätten.

Was ist also die gute Einstellung? Genau das Gegenteil: Wenn ihr leidet, so sagt euch, dass ihr dieses Leiden bestimmt verdient; aber wenn die andern leiden, denkt, dass sie vielleicht unschuldig sind und trachtet danach, sie zu verstehen und ihnen zu helfen. Diese Sichtweise wird euch in eurer Entwicklung viel helfen.

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