25. Februar 2017

25. Februar 2017

Für die meisten Menschen besteht das Glück darin, geliebt zu werden. Sicher sind sie trotzdem bereit, auch selbst ein wenig zu lieben, aber sie glauben, das Wichtigste sei, geliebt zu werden. Der Beweis: Warum leiden sie so sehr, wenn sie entdecken, dass der- oder diejenige, den sie lieben, diese Liebe nicht erwidert oder jedenfalls nicht so sehr, wie sie es sich wünschten? Um glücklich zu sein, erwarten sie, dass die Liebe von außen zu ihnen kommt. Wenn sie nicht kommt oder wenn sie ihnen entzogen wird, fühlen sie sich beraubt. Sie glauben nicht an ihre eigene Macht, an ihre eigene Kraft zu lieben, sie haben das Bedürfnis, dass die Liebe ihnen von jemandem außerhalb ihrer selbst gegeben wird. In Wirklichkeit sollten wir, um den Frieden und die Freude zu finden, nicht mehr darauf warten, dass die Liebe von den anderen zu uns kommt, sondern nur auf unsere eigene Liebe zählen. Denn die Quelle der Liebe befindet sich in uns, und sie ist unerschöpflich.

24. Februar 2017

24. Februar 2017

Selbst wenn alle Menschen eine identische Struktur besitzen, sind sie doch alle verschieden in ihrer Sensibilität, ihrem Verständnis, ihren Bedürfnissen, ihren Sehnsüchten und können daher nicht die gleiche Wahrnehmung der Dinge haben. Wenn sie im Namen der Wahrheit streiten und jeder behauptet von sich, die Wahrheit zu besitzen, so bleibt es doch nur seine eigene Wahrheit.

Ihr sagt: »Dann gibt es also gar keine Wahrheit?« Doch. Je mehr sich der Mensch innerlich erhebt, je mehr er sich von seinen persönlichen, egoistischen Interessen löst, je mehr er sich reinigt und sich vom göttlichen Licht durchdringen lässt, desto mehr nähert er sich der Wahrheit. Doch was die Wahrheit als absolutes Prinzip betrifft, ist es unmöglich zu sagen, ob wir sie eines Tages kennen werden. Das Einzige, was man mit Sicherheit sagen kann, ist, dass, wenn wir uns bemühen, die undurchsichtigen Schichten abzustoßen, welche die finsteren und schlecht beherrschten Gedanken und Gefühle um uns herum gebildet haben, wir uns damit jedes Mal ein bisschen mehr der Wahrheit nähern.

23. Februar 2017

23. Februar 2017

Jeden Tag hört man von der Luftverschmutzung, alle Tage beklagen sich die Leute über den Rauch der Fabriken und die Abgase der Fahrzeuge… Aber was machen sie oft selbst? Passiert es ihnen nicht, dass sie die psychische Atmosphäre mit ihren toxischen Ausströmungen vergiften, mit ihren Gedanken und Gefühlen von Hass, Eifersucht und Wut? Das muss man wissen: Alles, was in jedem gärt als Gedanke, Gefühl und ungesundem Verlangen, erzeugt pestartige und erstickende Ausdünstungen. Wenn es Laboratorien mit ausreichend perfekten Apparaten gäbe, könnte man bestätigen, dass gewisse menschliche Ausströmungen derart verschmutzt und unrein sind, dass sie in der psychischen Welt einen ebenso toxischen Einfluss haben wie erstickende Gase. Aber man könnte auch die umgekehrte Beobachtung machen: dass die Ausströmungen eines spirituellen Wesens extrem wohltuend für alle Lebewesen sind. Weil er seine Schwächen besiegt hat, wirkt so ein Wesen durch seine Anwesenheit vorteilhaft auf alle, die ihn umgeben. Dank der Existenz von uneigennützigen Männern und Frauen, die voller Liebe sind und ihr Leben dem Frieden und dem Licht gewidmet haben, ist die psychische Atmosphäre noch nicht unaushaltbar geworden.

22. Februar 2017

22. Februar 2017

Warum haben die Menschen Angst vor dem Opfer? Warum lehnen sie die Idee, etwas zu opfern ab? Schon das Wort widerhallt unangenehm in ihren Ohren… Mit der Begründung, dass man meistens für andere Opfer bringen muss, stellen sie sich vor, dass nur die anderen etwas dazugewinnen, und das auf ihre Kosten. Sie fühlen das Opfer wie einen Verlust und darum schneiden sie sich von der Quelle des Lebens und der Freude ab.

Vor der Seele dessen, der sich voller Liebe und gutem Willen zum Opfer bereit erklärt, öffnen sich plötzlich die Schranken und er spürt, wie ein Ozean voller Licht ihn überströmt. Ihr glaubt mir nicht?.. Es ist trotzdem die Wahrheit. Beginnt damit, die Idee des Opfers zu akzeptieren und ihr werdet entdecken, dass jede Anstrengung, die ihr für die anderen macht, indem ihr eure persönlichen Interessen beiseitelegt, euch stärken, beleben und vor allem erfreuen wird.

21. Februar 2017

21. Februar 2017

Wie viele Männer und Frauen haben ihrem Leben ein Ende gesetzt, obwohl sie doch, wie man so schön sagt, »alles hatten, um glücklich zu sein«: Jugend, Schönheit, Intelligenz, Reichtum, eine Familie und Freunde, die sie liebten… Sie hatten alles, außer dem Wesentlichen, Geschmack am Leben. Und keiner der Vorteile, die sie besaßen, konnte ihnen diesen geben, nicht einmal die Zuneigung ihrer Umgebung.

Es ist also in ihm selbst, wo der Mensch etwas zu machen hat, in seinem Innern, in seiner Seele und seinem Geist muss er suchen, was er braucht. Nur seine Seele und sein Geist werden ihn den Sinn des Lebens lehren, ihn den Geschmack am Leben lehren, und wie auch immer die Bedingungen sein werden, er wird nicht schwächer werden. Ja, in den schlimmsten Bedingungen wird er mit himmlischen Wesenheiten kommunizieren können und sich erfüllt fühlen, voller Licht. Wenn die Ursache eurer Freude, eurer Entfaltung in euch liegt, wird nichts und niemand es euch nehmen können. Der Tag, an dem ihr euch entscheidet, die Dinge so zu betrachten, wird für euch der Beginn der Freiheit sein, der Unsterblichkeit und der Ewigkeit.

20. Februar 2017

20. Februar 2017

Es ist ein sehr schlechter Rat, den die Erwachsenen den Jugendlichen geben, wenn sie ihnen sagen: »Beeilt euch, profitiert von eurer Jugend, denn sie vergeht ja so schnell! Wenn ihr wüsstet, wie schnell sie vorbeigeht!« Es stimmt, ihre Jugend ist schnell vergangen, aber warum? Eben weil sie, als sie jung waren, diesen schädlichen Rat befolgten, sich beeilten, sich so viel wie möglich zu amüsieren, alle Vergnügungen auszukosten, was jedoch die beste Methode ist, um seine jugendliche Frische zu verlieren! Natürlich, so sind die Tatsachen, und die Menschen ziehen daraus ihre Schlüsse. Aber wenn die Tatsachen so sind, dann doch nur deswegen, weil die Menschen nicht früh genug begannen, nachzudenken und zu beobachten.

Ich würde der Jugend Folgendes sagen: Wenn ihr für das Licht und ein hohes Ideal arbeitet, so werdet ihr immer ausdrucksvoller und lebendiger, je älter ihr werdet. Ihr erreicht sogar ein Leben, eine Ausdruckskraft, die ihr nicht hattet, als ihr viel jünger wart. Natürlich werdet ihr vielleicht ein bisschen gebeugter gehen oder einige Falten und weiße Haare haben, aber haltet euch damit nicht auf. Lasst euren Körper ruhig altern, während ihr daran denkt, dass eure Seele sich durch ihn noch mit einer außergewöhnlichen Jugendlichkeit manifestieren kann.

19. Februar 2017

19. Februar 2017

Allgemein nennt man Erscheinungen, die, wie man glaubt, den Naturgesetzen widersprechen oder zuwiderlaufen »Wunder«. Aber solche Gegebenheiten existieren nicht. Jede Begebenheit gehorcht den Gesetzen der Natur. Und wenn man von Wundern spricht, heißt das, dass man die Gesetze übergeht, welche es erlauben, sie zu erklären. Es gibt nur außergewöhnliche Phänomene, weil die Personen, die sie bewirken können, sehr rar sind. Doch Wunder, wie die Mehrzahl der Gläubigen sie versteht, gibt es nicht.

Auch die außergewöhnlichsten Ereignisse sind natürlich; nichts ist »übernatürlich«. Man muss nur wissen, dass die Natur unendlich viele Abstufungen vom Dichtesten bis zum Feinstofflichsten hat. Die Gesetze der psychischen und der spirituellen Welt, welche die »Wunder« erklären können, sind ebenfalls Naturgesetze. Man muss nur die subtilen Ebenen kennen, auf denen sie wirken.

18. Februar 2017

18. Februar 2017

Unser Leben ist nichts als eine Folge von Begegnungen, Kontaktaufnahmen mit Gegenständen, Orten, Situationen, Menschen oder anderen Geschöpfen. Jeder will kennen lernen und wissen. Warum? Weil er meint, mit jeder neuen Bekanntschaft etwas zu gewinnen. Sicher, aber Achtung, man muss vorsichtig sein, sonst kann auch das Gegenteil geschehen.

Die Fliege betrachtet das Spinnennetz mit großer Neugier: Sie will wissen, was das ist. Sie ahnt nicht, dass sich im Zentrum dieses großartigen filigranen Gebildes ein sehr heimtückisches Geschöpf aufhält, das sein ganzes Talent eingesetzt hat, um es zu erschaffen. Also wagt sie sich hinein und macht enge Bekanntschaft mit der Spinne. Die Künstlerin, die diese Falle gebaut hat, ist entzückt, aber mit der Fliege ist es zu Ende! Das Leben ist genauso voller Spinnennetze und Fallen für alle, die glauben, sie könnten sich ins Abenteuer stürzen, ohne über die Gefahren informiert zu sein.

 

17. Februar 2017

17. Februar 2017

Kein anderer Fehler kann den Menschen so viel Enttäuschung und Unglück bringen wie die Verbohrtheit, mit der sie bestimmte Standpunkte verteidigen, ohne nachzuprüfen, ob sie begründet sind. Sie glauben weiterhin, die Wahrheit zu besitzen, während ihnen alle Ereignisse ihres täglichen Lebens das Gegenteil beweisen. Wie können sie solche Widersprüche hinnehmen?… Gerade die Ereignisse des Lebens müssen ihnen zeigen, ob sie Recht haben, nicht ihre Vorstellung, ihre Geschmäcker oder Vorlieben.

Wie viele Kriterien habe ich euch gegeben, um euch aufzuklären und zu orientieren. Das Erste dieser Kriterien ist das Folgende: Bevor ihr euch zu einem Thema äußert, was es auch sei, versucht herauszufinden, was euch dazu drängt, auf die eine oder andere Weise zu handeln. Sind eure Beweggründe ehrlich, uneigennützig?… Wenn sie es nicht sind, dann seid vorsichtig: Ihr setzt euch allen möglichen Enttäuschungen aus.

16. Februar 2017

16. Februar 2017

Gott ist nicht dazu da, den Bedürfnissen der Menschen nach Leichtigkeit, Ruhe und Wohlbefinden zu entsprechen. Er beschäftigt sich nur mit dem, was sie wachsen lässt. Doch genau da bringen sie alles durcheinander. Wenn sie leiden, beten sie… das ist sehr gut, das Gebet kann ihnen helfen, aber man muss wissen, wozu es dienen soll, zu welchem Ziel und wann man es einsetzen muss, sonst werden sie sich nie erhört fühlen.

Wenn ihr also leidet, bittet den Herrn nicht, euch von diesem Leiden zu befreien, sondern nur, euch zu lehren, dieses Leiden auszuhalten, um daraus alle Wohltaten zu ziehen. Der Daseinsgrund des Leidens ist nicht, uns zu schaden, sondern uns zu lehren, wo das wahre Gute liegt und uns so stärker, intelligenter und lebendiger zu machen. Sagt euch jeden Tag immer wieder, dass ihr dank dem Leiden ein großes Wissen erlangen werdet. Und denkt nicht, dass, indem ich so zu euch spreche, ich eure Leiden minimalisiere oder unterschätze. Wisst, dass ich auch so mit mir selbst rede, denn wir alle, ohne Ausnahme, müssen lernen und uns vervollkommnen.

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