23. Juli 2016

23. Juli 2016

Warum leiden so viele Personen an psychischen Störungen? Weil sie zu sehr die weibliche Seite, die passiv und aufnehmend ist, in sich entwickelt haben. Auf diese Weise öffnen sie sich ohne jedes Unterscheidungsvermögen allen Einflüssen und wissen nach einiger Zeit nicht mehr, woran sie sind. Sie müssen sich also analysieren, die Auswirkungen auf ihr inneres Leben und die Einflüsse erforschen, denen sie ausgesetzt waren, und nur die guten Einflüsse bewahren und die anderen zurückweisen. Anders ausgedrückt: Sie müssen das männliche Prinzip, das sie ebenso besitzen, entwickeln.

Das männliche Prinzip entwickeln, das müssen vor allem die Personen lernen, die mediale Begabungen haben. Diese Fähigkeiten sind typisch weiblich, insofern sie Empfänglichkeit voraussetzen. Die Kristallkugel, die von manchen Medien als Hilfsmittel für ihr Hellsehen verwendet wird, entspricht dem weiblichen Prinzip in der Natur, dem Wasser. Das Medium ist empfänglich gegenüber den Geistern und den Strömungen der unsichtbaren Welt. Doch diese Geister und diese Strömungen sind nicht alle lichtvoll, rein und segensreich. Und die Personen, die seherische Fähigkeiten besitzen, müssen nicht nur lernen, sie zu unterscheiden, sondern auch, ihren Willen – das männliche Prinzip – zu entwickeln, damit sie diese finsteren Geister und Strömungen abwehren können.

22. Juli 2016

22. Juli 2016

Am Morgen, wenn ihr den Sonnenaufgang betrachtet, denkt daran, dass diese Strahlen, die bis zu euch kommen, lebendige Geschöpfe sind, die euch dabei helfen können, eure Probleme des Tages zu lösen. Aber nur die von diesem Tag, nicht jene von morgen. Morgen müsst ihr sie von Neuem zu Rate ziehen – und auch wieder nur für einen Tag. Diese Wesen geben euch niemals die Antwort für zwei oder drei Tage im Vorhinein. Sie sagen: »Es ist zwecklos, länger als für einen Tag Vorräte anzulegen. Wenn ihr morgen wieder kommt, werden wir euch antworten.«

Wir essen jeden Tag und legen in unserem Magen keine Vorräte für eine Woche an, sondern nur für diesen Tag, und am nächsten Tag beginnen wir von vorne. Nun, mit dem Licht muss man genauso verfahren, denn das Licht ist eine Nahrung, die wir jeden Tag aufnehmen und verdauen müssen, damit sie in uns zu Gefühlen, Gedanken und Inspirationen wird. Warum hat man gegenüber dem Licht nicht die gleiche Logik wie gegenüber der Nahrung? Man sagt: » Es stimmt, ich habe gestern gegessen, aber das zählte für gestern; heute muss ich wieder essen.« Und so muss man es auch mit dem Licht machen.

21. Juli 2016

21. Juli 2016

Die wahre Freiheit des Menschen liegt in seiner von Gott erhaltenen Macht, alles in sich selbst zu finden. Das ist es, wovon ein spiritueller Meister seine Schüler überzeugen möchte. Wie täuschen sich all jene, die sich einen Meister wie einen Despoten vorstellen, der sich nur damit beschäftigt, den anderen seine Macht und seine Überzeugungen aufzuzwingen. In Wirklichkeit hat er keinerlei Wunsch, ihnen irgendetwas aufzudrängen. Besser gesagt: Wenn es etwas aufzudrängen gibt, soll es ausschließlich zu ihrem Wohle sein. Der Meister zeigt ihnen Methoden oder Experimente, die sie machen können; und er macht es ihnen vor. Wenn sie dann belehrt und aufgeklärt sind, liegt es an ihnen, sich an die Arbeit zu machen.

Nehmen wir ein sehr einfaches Beispiel. Ihr habt das Rezept einer Speise, das euch ein ausgezeichneter Koch gegeben hat, und ihr habt auch alle Zutaten gekauft in den besten Läden; entschließt ihr euch nun nicht, in eure Küche zu gehen und diese Speise zuzubereiten, werdet ihr nichts zu essen haben. Genauso ist es im spirituellen Leben. Habt ihr einmal den Weg gefunden und habt ihr vor euch die Methoden und das Vorbild eures Meisters, dürft ihr nur noch auf euch selbst zählen.

20. Juli 2016

20. Juli 2016

Bewahrt in euch das Bild des Gipfels, denn er ist eines der besten Symbole für das göttliche Ideal, das zu erreichen ihr euch bemühen solltet. Selbst wenn er für euch immer unerreichbar bleibt, ist doch das Wesentliche, ihn niemals aus den Augen zu verlieren.

Indem ihr euch auf das Bild des Gipfels konzentriert, seid ihr gezwungen, euch immer weiter vorwärtszubewegen und jedes Mal höhere Grade zu erreichen. Ihr werdet nach und nach spüren, wie diese geistige Gewohnheit sich in günstiger Weise auf euer tägliches Leben auswirkt. Jedes Mal, wenn ihr ein Problem zu lösen, eine Entscheidung zu treffen oder einer Schwierigkeit zu begegnen habt, werdet ihr spüren, dass ihr die Situation besser meistert, weil es euch gelingt, sie von weiter oben, von einem ferneren Blickpunkt aus, zu betrachten. Und wenn ihr handeln müsst, wird die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dabei Fehler macht, immer kleiner.

19. Juli 2016

19. Juli 2016

Ihr alle habt schon einige Momente der Freude und des Glücks erlebt. Diese Momente solltet ihr wieder herbeiholen. Selbst wenn es in eurem Leben nur drei oder vier davon gab oder auch nur einen einzigen, kehrt oft zu ihnen zurück, erinnert euch an den Ort, an die Umstände, die Personen… und strengt euch an, die gleichen Gedanken, Gefühle und Empfindungen wiederzufinden. Nach und nach ist es, als würdet ihr diese Zustände wieder in der gleichen Intensität erleben, so als wären sie euch hier und jetzt – und zum ersten Mal – gegeben.

Das Wesentliche ist nie in dem, was von außen auf euch zukommt, sondern darin, wie ihr innerlich empfindet. Sucht also jene Augenblicke auf, in denen ihr die Schönheit und den Sinn des Lebens verstanden und gefühlt habt. All diese Momente sollten euch zur Verfügung stehen für den Tag, an dem ihr sie braucht. So besitzt ihr eine weitere  Arbeitsmethode. Ihr könnt sogar dafür sorgen, dass ihr unter diesen Erinnerungen auswählen könnt, denn genauso wie zu einer bestimmten Situation eine Musik besser passt als eine andere, wird euch gegebenenfalls eine Erinnerung, die ihr jetzt gerade braucht, besser helfen können und euch mehr bringen als eine andere.

18. Juli 2016

18. Juli 2016

Während es die meisten Menschen dazu drängt, andere nachzuahmen, haben sie doch gleichzeitig das Bedürfnis, ihre Verschiedenartigkeit zu betonen. Und oftmals führt das dazu, dass sie dort nachahmen, wo sie ihren eigenen Weg finden sollten und sich dort widersetzen, wo es besser wäre, die Harmonie zu suchen. Nun, gerade in dieser widersprüchlichen Haltung sind sie der Masse am ähnlichsten, von der sie sich abheben wollen.

Wenn ihr wirklich anders sein wollt, imitiert vielmehr die kleine Minderheit der Weisen, die nur daran arbeiten, Frieden und Harmonie in sich und um sich herum zu schaffen. Indem ihr diesen Unterschied pflegt, werdet ihr die Leiden, die Krankheiten und die Ängste der Menschen verstehen lernen. Hingegen verstehen jene Menschen, die einander so ähnlich sind, sich in Wirklichkeit gar nicht. Selbst wenn sie unter denselben Übeln leiden, sind sie unfähig, sich in die Lage der anderen zu versetzen, da sie sich nur um ihre persönlichen Probleme kümmern. Denn sie haben sie gerade dort nachgeahmt, wo sie es besser nicht getan hätten: bei ihren Launen, ihrem Egoismus und ihren Leidenschaften.

17. Juli 2016

17. Juli 2016

Es tut gut, in der Natur zu wandern, an Wasserfällen und Flüssen spazieren zu gehen, Quellwasser zu trinken und in Seen und im Meer zu baden. Aber in Wirklichkeit wird euch das Wasser nicht viel bringen, solange ihr nicht wisst, wie ihr richtig mit ihm Kontakt aufnehmen, mit ihm sprechen und euch mit ihm verbinden könnt.

Das Wasser ist eine lebendige Welt, die von sehr schönen und sehr reinen Wesen bewohnt ist, die euch nur freundlich gesinnt sind, wenn ihr wisst, wie ihr sie betrachten sollt. Wenn ihr ihnen begegnet, denkt vorab daran, sie mit Respekt und Liebe zu begrüßen. Wenn ihr zum Beispiel ein Bad nehmen wollt, insbesondere in einem See, so achtet darauf, dass ihr dies nicht in einer beliebigen geistigen Verfassung tut. Bittet um die Erlaubnis der Wasserwesen, denn wenn ihr badet, ist es, als würdet ihr euch aller eurer Unreinheiten in ihrer Behausung entledigen, und ihr müsst euch dessen bewusst sein, dass ihr sie stören könntet. Seid also sehr aufmerksam.

16. Juli 2016

16. Juli 2016

Die ganze Welt stellt die Frage der Ernährung an die erste Stelle. Alle versuchen, zuerst diese Frage zu regeln, sie arbeiten und schlagen sich sogar dafür. Aber diese Haltung gegenüber der Nahrung ist nur ein Impuls, eine instinktive Tendenz, die nichts mit einem klaren Bewusstsein zu tun hat. Nur die Einweihungswissenschaft lehrt uns, dass die Nahrung, die in göttlichen Labors mit einer unbeschreiblichen Weisheit vorbereitet wurde, alle Elemente enthält, die fähig sind, unsere Gesundheit zu bewahren oder wiederherzustellen, nicht nur die physische, sondern auch die psychische. Dafür ist es nötig zu studieren, unter welchen Bedingungen diese Elemente  aufgenommen werden können, und zu wissen, dass das wirksamste Mittel der Gedanke ist.

Der Mensch kann tatsächlich durch seine Gedanken aus der Nahrung die feinsten Partikel entnehmen und sie dem Aufbau seines ganzen Wesens zuführen, und damit zu seiner körperlichen Umwandlung beitragen. Über den einfachen Sachverhalt hinweg, sich am Leben zu erhalten, fügt er andere Bedeutsamkeiten hinzu, andere Kenntnisse, andere Arbeitsweisen und andere Ziele.

15. Juli 2016

15. Juli 2016

Jemand lässt auf seinem Weg Glasscherben fallen und sammelt sie aus Nachlässigkeit nicht auf. Andere werden sie auflesen, denkt er, was macht es schon, wenn sie sich verletzen. Er geht weiter auf seinem Weg, weil er nicht weiß, dass das menschliche Schicksal keine gerade Linie, sondern eine kreisförmige Bahn ist.

Das Beispiel von den Glasscherben ist ein Bild, mit dem ich zeigen möchte, dass derjenige, der Gefahren verursacht, eines Tages selbst zu ihrem Opfer wird. Er stellt Fallen und gräbt Löcher auf einem Weg und wird dann vom Gesetz so gelenkt, dass er genau an jenen Stellen vorbeikommt und selbst in die Löcher und Fallen hineintappt. Dann hat er Zeit, über sein Missgeschick zu meditieren und darüber zu klagen, dass es böse und dumme Leute gibt; er versucht herauszufinden, wer diese Leute sind und kommt natürlich nicht auf die Idee, dass er selbst es war. Wer nach dem Motto: »Nach mir die Sintflut!« lebt, erschafft selbst alle Schwierigkeiten, die früher oder später sein Leben behindern werden.

14. Juli 2016

14. Juli 2016

Die von den meisten Menschen gepflegte Gewohnheit, bei den anderen ihr Leid abzuladen, sobald sie sich traurig und unglücklich fühlen, enthüllt eine große Schwäche. Wie viele unter euch stürzen bei der kleinsten Sorge oder Verärgerung zu ihren Eltern, Freunden, Nachbarn oder zum Telefon, um ihr Unglück zu berichten! Und schon sind etwa zwanzig Personen davon vergiftet… Habt ihr euch manchmal gefragt, ob die anderen dazu da sind, eure Lasten abzubekommen? Habt ihr euch gefragt, ob sie dazu auch nur in der Lage sind? Wenn ihr euch wirklich weiterentwickeln wollt, solltet ihr diese Angewohnheit ablegen und lernen, die anderen nicht länger zu überlasten.

Wenn ihr Sorgen und Kümmernisse habt, versucht herauszufinden, wie ihr diese Zustände neutralisieren könnt. Fragt euch: »Mal sehen, was zu tun ist, damit ich stärker und edler werde und mich wie ein wahres Kind Gottes verhalte, auf das der Himmel für seine Arbeit zählen kann.« Wenn ihr keine Anstrengungen unternehmen wollt, wenn ihr schwach bleiben wollt, nun, dann behaltet eure alten Gewohnheiten mit den daraus folgenden Konsequenzen! Aber wisst, dass man euch in einer Einweihungslehre den Weg zeigt, um stärker, lichtvoller zu werden und auch, um fähig zu werden, den anderen zu helfen.

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