1. Mai 2017

1. Mai 2017

Um euch vor den Aggressionen der psychischen Welt zu schützen, wollt ihr zum Beispiel einen Talisman tragen: Ihr geht also in einen Laden und kauft dort ein Pentagramm – den fünfzackigen Stern – da ihr gelesen habt, dass dieses Symbol besonders schützende Eigenschaften besitzt. Nun lasst euch eines Besseren belehren: Ihr seid nicht geschützt, indem ihr dieses Pentagramm tragt oder an den Eingang eures Hauses hängt, wenn ihr es nicht selbst, durch eure innere Arbeit, mit reinen und harmonischen Schwingungen durchdringt. Selbst wenn wir annehmen, ein großer Magier habe es für euch präpariert, kann dieser Talisman nur wirkungsvoll und kraftvoll bleiben, wenn ihr daran arbeitet, die Tugenden, welche das Pentagramm symbolisiert, euch anzueignen: die Liebe, die Weisheit, die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Güte. Das Pentagramm ist irgendwie wie das Skelett eines Geistes in der Astral-Ebene, aber man muss es beleben, damit es Wache halte bei euch oder am Eingang eures Zuhauses und euch vor bösartigen Wesen beschützt. Und ihr könnt es nur durch euer eigenes Leben beleben: Ein Leben voll Ehrlichkeit und Unbescholtenheit im Dienste des Lichts.

30. April 2017

30. April 2017

Habt ihr schon einmal eine Klasse vor dem Eintreten des Lehrers beobachtet? Alle Kinder lärmen, schreien, zanken sich… Das ist normal, »ist die Katz aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.« Doch kaum ist der Lehrer angekommen, sind alle in wenigen Sekunden an ihrem Platz, weil der Kopf, der Chef eingetreten ist. Nun, dieselben Gesetze wirken in unserem Inneren. In uns ist Gott der Kopf, der Chef, das Zentrum, aber unter der Bedingung, dass wir Ihm eine Türe öffnen, damit Er eintreten kann, sonst wird immer ein Durcheinander herrschen.

Wenn ich jemanden sagen höre: »Ich brauche den Herrn nicht, ich weiß mir auch ohne Ihn zu helfen«, kann ich ihm entgegnen, er werde sich in der Tat zu helfen wissen, nur in welcher Unordnung und mit welchem Verlust! Der Kopf, der Herr, bringt Ordnung unter die Zellen unseres Organismus. Wenn Er da ist, arbeiten sie alle in Harmonie und Frieden, und das Leben fließt. Es ist wichtig, den Herrn in sich als Zentrum zu haben. Weil eben dieser Punkt dort, im Zentrum, unser ganzes inneres Wesen organisiert und harmonisiert.

29. April 2017

29. April 2017

Bei der kleinsten Unannehmlichkeit setzt sich bei den meisten Leuten ein umfassender innerer Mechanismus in Gang: Sie lassen keine Gelegenheit aus, um sich Gefühle und Gedanken der Erregung, der Wut und Feindseligkeit durch den Kopf gehen zu lassen. Alles, was die anderen machen, wird in Bezug auf ihre eigenen Wünsche und Erwartungen interpretiert und wehe, wenn sie diesen Erwartungen nicht entsprechen! Nicht nur dass man ihnen dann böse ist, man unterstellt ihnen auch alle Arten von bösartigen Absichten. Man fragt sich nicht, ob diese Menschen beschäftigt waren oder irgendwo aufgehalten wurden, ob sie Sorgen hatten oder krank waren oder ob ihr Verhalten in ihrer Situation vielleicht gerechtfertigt war. Nein, warum sich solche Fragen stellen? Man zieht es vor, ihr Verhalten als persönlichen Affront anzusehen.

Den Menschen ginge es viel besser, wenn es ihnen bewusst würde, dass es nicht die anderen sind, die ihnen am meisten weh tun, sondern sie selber, weil sie nicht aufhören, ihrer niederen Natur zu folgen, die sich bei der erstbesten Gelegenheit auf so fatale Weise von falschen Vorstellungen und irrigen Überzeugen nährt. Sie ist es, vor der sie sich in Acht nehmen müssen.

28. April 2017

28. April 2017

Wer sich nicht auflehnt gegen die Schwierigkeiten und Prüfungen, sondern sie im Gegenteil akzeptiert, indem er sich bemüht, sie zu verstehen und die Lehren daraus zu ziehen, befreit die Kräfte seiner Seele und seines Geistes und nach einiger Zeit wird er feststellen, dass diese Prüfungen in ihm etwas Wunderbares bewerkstelligt haben. Wie viele Personen sagen, dass sie sich von der Alchimie angezogen fühlen! Werdet euch bewusst, dass dies die wirkliche alchimistische Arbeit ist: An dem Tag, wo ihr sie versteht, werdet ihr fähig sein, aus der rohen, schwarzen, formlosen Materie des Leids eine kostbare, schillernde, irisierende, in tausend Farben strahlende Materie herauszuholen.

Da das Leiden unabwendbar ist, soll man umso mehr lernen, wie mit ihm zu arbeiten ist, sonst werdet ihr verlassenen Baustellen gleichen. Wenn ihr euch ausdrücken möchtet, wisst ihr nicht, welcher Materialien ihr euch bedienen sollt. Ihr kennt nichts vom Leben der Seele und des Geistes, von seiner Unermesslichkeit, seinen Tiefen und Höhen. Nur wer zu leiden weiß, kann zum Schöpfer werden.

27. April 2017

27. April 2017

Das Sehen, das Hören, das Riechen, der Geschmack, der Tastsinn geben uns eine gute Kenntnis der Materie. Aber die fünf Sinne erweitern sich in die psychische Welt und für denjenigen, der gelernt hat, sie zu entwickeln, sind sie nützlich in seinen Beziehungen zu anderen Menschen. Die Augen erlauben ihm, bestimmte nicht wahrnehmbare Verhaltensdetails zu deuten. Das Ohr kann selbst über die gesprochenen Worte hinaus und sogar am Telefon die Intonation einer Stimme analysieren. Der Geruch nimmt psychische Ausdünstungen wahr, und der Geschmacksinn erkennt die Vorlieben. Und wenn man jemandem die Hand gibt, weiß man sofort über den Charakter der Person Bescheid, denn im Händedruck drückt sich das ganze Wesen aus.

Wie viele Menschen bedauern, dass sie nicht scharfsichtig sein konnten gegenüber Personen, denen sie begegneten. Die einen haben sie überschätzt, die anderen unterschätzt… Warum? Weil sie es mit ihren Beurteilungen immer zu eilig haben. Sie urteilen auf den ersten Blick und oft wie es ihnen passt. Künftig sollte man es weniger eilig haben, wachsamer sein, mehr nachdenken, in dem Wissen, dass es schwierig ist, die Menschen zu kennen. Die fünf Sinne, gut entwickelt, geben uns einige gute Hinweise.

26. April 2017

26. April 2017

Im Zend-Avesta steht, dass Zarathustra den Gott Ahura Mazda fragte, wovon sich der erste Mensch ernährte, worauf dieser ihm antwortete: »Er aß Feuer und er trank Licht.« Warum sollen also wir nicht auch lernen, Feuer zu essen und Licht zu trinken, um zur Vollkommenheit des ersten Menschen zurückzukehren? Ihr meint, dass dies nicht möglich ist? Doch, es ist möglich.

Ihr seid beim Sonnenaufgang und wartet wach und aufmerksam auf den ersten Sonnenstrahl. Sobald er aufblitzt, stellt ihr euch vor, wie ihr ihn aufnehmt und schluckt. Statt die Sonne nur zu betrachten, trinkt und esst ihr sie und stellt euch vor, wie dieses lebendige Licht sich in allen Zellen eurer Organe ausbreitet, sie reinigt, stärkt und belebt. Diese Übung hilft euch nicht nur, euch zu konzentrieren. Ihr fühlt auch, wie euer ganzes Wesen vibriert und hell wird, weil es euch wirklich gelungen ist, das Licht aufzunehmen.

25. April 2017

25. April 2017

Verschenkt niemals euer Herz, es gehört euch, und niemand hat das Recht, an eurer Stelle darüber zu verfügen. Wenn ihr jemandem euer Herz schenkt, habt ihr es nicht mehr; der andere hat jetzt zwei, aber was wird er mit zwei Herzen tun? Er wird eures fallen lassen. Wir sagen in Bulgarien, dass man nicht zwei Wassermelonen unter einem Arm tragen kann. Irgendwann kann derjenige, dem ihr das Herz gegeben habt, es fallen lassen und ihr werdet jammern: »Man hat mir das Herz gebrochen!« Und wenn ihr euch im Himmel beschwert, wird er euch antworten »Das ist deine eigene Schuld, warum hast du es verschenkt? Du hättest es für dich bewahren müssen.« – »Ja, aber ich liebe ihn, ich liebe ihn!« – »Gut, du liebst ihn, aber du könntest ihm deine Zärtlichkeit geben, deine Liebe, deinen Gesang… und dein Herz für dich bewahren.«

Und glaubt nicht, diese Vorsichtsmaßnahmen seien nur für das Herz gültig. Die Natur hat uns auch einen Körper, eine Intelligenz und einen Willen gegeben. Wer weise ist, gibt Acht, diese für sich zu bewahren: Er verteilt nur die Früchte, das heißt die Gedanken, die Gefühle, die Aktivität und die Arbeit.

24. April 2017

24. April 2017

Selbst wenn sie eine gute Vorstellungskraft haben, wissen die meisten Menschen nicht, was diese Fähigkeit wirklich ist. Die wahre Vorstellungskraft, wie sie die Eingeweihten begreifen und mit der sie arbeiten, ist eine Art Leinwand, die sich an der Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt befindet. Auf ihr können sich Gegenstände und Wesenheiten reflektieren, die gewöhnlich dem Bewusstsein entgehen. Bei bestimmten, sehr entwickelten Wesen, die ihre Vorstellungskraft lenken können, empfängt und registriert diese viele Dinge, die sie anschließend ausdrücken und realisieren können. Viel später bemerkt man, dass das, was sie sich »vorgestellt« hatten, keine reine Erfindung von ihnen war, sondern dass sie Realitäten aufgefangen hatten, die noch nicht auf der physischen Ebene erschienen waren.

Alle Menschen besitzen diese Fähigkeit, Realitäten aus der unsichtbaren Welt zu erfassen. Wer weiß, wie er mit seinen Gedanken und Gefühlen arbeiten muss, dem gelingt es, seine geistige Verfassung so zu reinigen, dass seine Vorstellungskraft kristallklar, rein und durchsichtig wird, dann beginnt er zu »sehen«. Auf dieser Ebene sind Vorstellungskraft und Vision ein und dasselbe.

23. April 2017

23. April 2017

Die Menschen arbeiten gegen den Schöpfer, wenn sie einander angreifen und vernichten. Auch wenn Gott sie unterschiedlich geschaffen hat, dürfen diese Unterschiede nicht als Vorwand genommen werden, sich zu bekämpfen. Aus der Sicht Gottes gibt es keinen Grund, um den Hass gegen eine Rasse oder ein Volk oder den Wunsch, eine Gesellschaftsklasse zu unterdrücken, zu rechtfertigen. Alle lebenden Wesen stammen von Gott, und Gott leidet, wenn Er sieht, wie sie sich untereinander zerreißen. Die Menschen haben die Philosophie der Getrenntheit angenommen, und das im Namen von angeblich höheren Interessen, die ihnen aber in Wirklichkeit nur von ihrem Egoismus und ihrer Engstirnigkeit eingegeben worden sind. Die Verteidigung solcher Interessen wird sie ins Verderben führen, weil sie gegen das Interesse der ganzen Schöpfung gerichtet sind. Ja, das wahre Interesse der Menschen geht mit dem des Göttlichen einher. Nur die Begegnung der menschlichen mit den göttlichen Interessen bringt Segen für alle.

22. April 2017

22. April 2017

Jeden Tag seid ihr den Ausdrucksformen eurer niederen Natur ausgesetzt. Sie ist ein Teil von euch, sie präsentiert euch ihre Argumente. Aber hütet euch vor ihr und trachtet danach, euch nicht von ihr überzeugen zu lassen und gebt ihr niemals Recht. Haltet ihr, wenn ihr wollt, zugute, dass sie eine »unvernünftige Vernunft« ist, indem ihr euch sagt: »Gut, sie ist, wie sie ist, aus Gründen, die zweifellos in der Vergangenheit in einem bestimmten Stadium der Evolution gültig waren, als der Mensch, wie das Tier, seinen Instinkten gehorchen musste. Aber heute, in einem fortgeschritteneren Stadium der Evolution, hat die kosmische Intelligenz andere Pläne für mich.« Und hütet euch auch vor denen, die sich von ihrer niederen Natur lenken lassen. Ihr könnt sie entschuldigen, indem ihr den Grund für ihr Verhalten versteht, aber lasst euch nicht von ihnen beeinflussen. Sie verstehen, sie entschuldigen, ihnen vergeben, das ist etwas anderes, und außer in speziellen Fällen, sogar wünschenswert. Ihr aber folgt eurer höheren Natur, dann werdet ihr immer auf dem richtigen Weg sein, und ihr werdet auch andere dorthin mitziehen können.

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