30. August 2016

30. August 2016

Es gibt Menschen, die euch lieben, und das macht euch glücklich. Ihr empfindet dies wie eine Quelle, die nie aufhört zu sprudeln und an der ihr immer euren Durst stillen könnt. Das ist wahr, aber seid vorsichtig: Wenn ihr bei dieser Quelle ankommt, habt es nicht eilig, davon zu trinken. Bleibt vor ihr stehen, erholt euch vom langen zurückgelegten Weg, sammelt das Wasser in euren beiden Händen, wie in einem Kelch, und führt es langsam zu euren Lippen, langsam, bewusst, mit Dankbarkeit. Wenn es euch gelingt, die richtige Haltung zu finden, braucht ihr nicht zu fürchten, dass sich dieses Wasser der Liebe jemals erschöpfen könnte.

Das ist ein Bild, um euch verständlich zu machen, dass die Liebe eine unerschöpfliche Quelle ist, solange ihr sie zu schützen wisst. Betrachtet die Gefühle der Wesen nie als etwas, das man euch schuldet und das ihr frei nützen könnt. Verhaltet euch mit Respekt und Feingefühl, um die Klarheit dieses Wassers nicht zu trüben.

29. August 2016

29. August 2016

Auf alle eure Gebete, auf alle eure Fragen bekommt ihr innerlich Antworten. Wenn ihr sie nicht hört, so kommt dies von der Dicke der undurchdringlichen Schichten, mit denen ihr euch umgeben habt, indem ihr euch Gedanken, Gefühle, Wünsche und Handlungen erlaubt habt, die nicht von der Liebe, der Weisheit und der Wahrheit inspiriert waren. Fangt an, diese Mauern niederzureißen und ihr werdet hören.

Nun kann es natürlich sein, dass die Antwort, die ihr bekommt, nicht sehr leicht zu akzeptieren ist. Wenn ihr euch mit einer unentwirrbaren Situation herumschlagt und euch fragt, wie ihr da herauskommen sollt, habt ihr die Tendenz, euch vorzustellen, dass sich die Lösung wie durch einen Schlag mit dem Zauberstab ergeben wird und euch befreit. Nein, diese Lösung kann von euch enorme Anstrengungen verlangen. Aber weicht nicht zurück, denn wenn das wirklich die Lösung ist, dann ist sie, auch wenn sie mühsam ist, mehr wert als alle Unsicherheiten, Ängste, in denen ihr bis dahin gelebt habt. Ihr könnt sicher sein: Diese Leiden werden euch nicht verlassen, solange ihr nicht bereit seid, diese Anstrengungen zu unternehmen.

28. August 2016

28. August 2016

Würdet ihr gerne einige eurer Schwächen korrigieren und manche instinktiven Neigungen beherrschen? Es wird euch nur dann gelingen, wenn ihr in euch die Liebe für ein hohes Ideal nährt. Was ist ein hohes Ideal? Das Streben nach Schönheit, nach der spirituellen Schönheit, die aus Reinheit, Licht und Harmonie besteht. Ihr betrachtet diese Schönheit und ganz natürlich und spontan befreit ihr euch von allem, was ungesund, dunkel und chaotisch ist. Diese Liebe zur Schönheit schützt euch, wie ein Kleidungsstück, das ihr nicht beschmutzen wollt.

Wenn ihr neue Kleider tragt oder solche, die ihr besonders gern habt, dann unternehmt ihr nichts, wobei ihr etwas zerreißen oder beschmutzen könntet. Instinktiv gebt ihr darauf Acht, welche Bewegungen ihr macht und wo ihr euch hinsetzt. So ist es auch mit dem hohen Ideal. Wenn ihr beschließt, in euch den Geschmack an der Welt der Schönheit, der Harmonie zu pflegen, den Wunsch, dieser Welt näher zu kommen, werdet ihr allmählich fühlen, wie um euch so etwas wie ein feinstoffliches Kleid gewebt wird, das ihr schützen wollt, und dadurch werdet ihr selbst geschützt sein.

27. August 2016

27. August 2016

Ich spreche mit euch nur über Realitäten, die in euch bestehen. Auch wenn ihr euch ihrer Existenz noch nicht bewusst seid, auch wenn ihr nicht richtig versteht, was ich euch sage, so weiß ich doch, dass ich mit meinen Worten etwas berühre, das nur darauf wartet, ans Licht zu kommen; dieses Etwas kann man mit dem Lotus vergleichen, der zuerst unter Wasser wächst, bevor er dann an der Oberfläche aufblüht.

In der Dunkelheit des Unterbewusstseins werden die Dinge geboren, gestalten sich und beginnen zu wachsen, und in dem Moment, in dem sie im Bewusstsein erscheinen, sind sie nicht an ihrem Anfang, sondern fast in Vollendung, denn sie waren schon seit langer Zeit in Bewegung. In gleicher Weise erwecken meine Worte in eurem Innersten eine Existenz, eine spirituelle Wesenheit, die eines Tages wie die Lotusblume emporsteigen wird, um über dem Wasser aufzublühen.

26. August 2016

26. August 2016

Es gibt auf der Erde Orte oder Bezirke, wo ihr nur mit einem Passierschein, Pass oder Visum hineinkommt. Wisst, dass dies auf die göttliche Welt noch viel mehr zutrifft. Es genügt nicht, dass ihr vor den Himmelstoren erscheint, damit sie sich für euch öffnen. Dort stehen Wesen, die zu euch sagen: »Warten Sie, wir müssen erst sehen, wer Sie sind und ob wir Sie einlassen dürfen.«

Auf was stützt sich die Äußerung dieser Wesen? Auf eure Tugenden. Jedes Mal, wenn ihr den göttlichen Tugenden gemäß gehandelt habt, prägen sie euch ihr Siegel auf. Jede von ihnen hinterlässt Spuren, Prägungen und das ist euer Passierschein. Mit diesem Passierschein könnt ihr euch an den Grenzen der göttlichen Welt präsentieren; es wird dann eine Art Mechanismus ausgelöst und ihr tretet ein. Vielleicht seid ihr im Allerheiligsten noch nicht zugelassen, aber ihr tretet ein.

25. August 2016

25. August 2016

Die Schönheit übt eine derartige Faszination auf die Menschen aus, dass sie immer versucht sind, sich ihr zu nähern, um sie zu berühren, sie zu beschlagnahmen, sie zu besitzen. Aber die Schönheit kann nicht besessen werden, denn sie gehört in ihrer Essenz nicht zur physischen Welt. Daher verschwindet sie schon, wenn man nur versucht, sie ein wenig zu berühren. Die Schönheit ist eine Welt, die ausschließlich für die Augen gemacht ist, sie ist weder für den Mund noch für die Hände bestimmt. Sie liebt es, betrachtet zu werden, aber sie erträgt es nicht, berührt zu werden. Man soll darum immer sehr achtsam sein, wenn man Wesen antrifft, die schön sind. Jene, die keine gute Einstellung haben, können die himmlischen Wesenheiten, die in ihm wohnen und ihm diese Schönheit geben, vertreiben. Sie werden vielleicht einen Körper besitzen, aber wenn diese Wesenheiten sich von diesem Wesen entfernen, werden auch sie etwas verlieren: Dieses unberührbare Element, welches ihr eigenes Leben verschönert hat, wird ihnen entzogen.
Unsere Freude, unsere Inspiration hängen also vom Respekt ab, den wir der Schönheit gegenüber offenbaren. Indem wir lernen, sie jeden Tag zu bewundern, kosten wir das wahre Leben.

24. August 2016

24. August 2016

Glauben zu haben, bedeutet täglich Erfahrungen machen, die uns erlauben, die Realität der göttlichen Welt zu spüren. Denn auch der Glaube ernährt sich. Er nährt sich in dem Maße, in dem wir uns bewusst werden über die Reichtümer, die Gott in allem, was uns umgibt, hinterlegt hat: in der Erde, im Wasser, in der Luft und im Licht, und indem wir uns bemühen, mit all dem zu arbeiten. Wozu dient es, herzusagen und zu singen, man glaube »an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde«, wenn man nichts tut, damit dieser Himmel und diese Erde uns helfen, unseren Glauben an Ihn zu stärken? Man ist unbewusst, nachlässig, oberflächlich, man schneidet die Verbindung mit der Quelle des Lebens ab und sagt dann: »Nichts hat Sinn, es gibt keinen Gott.«

In Wahrheit würde sich dieser Sinn euch zeigen und ihr würdet die göttliche Präsenz spüren, wenn ihr schon einmal lernen würdet, euch bewusst zu ernähren und bewusst zu atmen. Nichts ist mehr wert als die Erfahrungen. Sie sind es, die euren Glauben stärken… Wenn ihr gewisse Erfahrungen gemacht habt, werdet ihr zwangsläufig die Präsenz dieses erhabenen Wesens, des Schöpfers des Universums in euch und um euch herum spüren.

23. August 2016

23. August 2016

Mehrmals im Leben müssen die Menschen Prüfungen erleiden, die sie zwingen, sich wirklich wichtige Fragen zu stellen: Solche, die den Sinn ihres Lebens betreffen. Und wenn man ihnen sagt, dass sie die Antworten in der Religion finden, fahren die meisten fort, sich verloren und leer zu fühlen, denn alle erhaltenen Antworten sind ihnen keine Hilfe. Aber es kommt vor, dass manche Wesen – wenn sie vom Leiden überwältigt sind – sich so sehr in sich selbst vertiefen, dass sie letztendlich die Antworten in sich finden. Nicht die Religion hilft ihnen, nicht der Glaube hilft ihnen, aber sie finden den Glauben aufgrund der Erfahrung, die sie gerade durchleben.

In Wahrheit hat Gott in den Menschen alle Antworten auf die gestellten Fragen gelegt und auch alle Ressourcen, die er braucht, um den Herausforderungen des Lebens die Stirn zu bieten. Wenn der Mensch danach gesucht und gegraben hat, kann er sie finden, und er findet sie sogar sicherer als in manchen Erklärungen der Religion.

22. August 2016

22. August 2016

Kümmert euch nicht darum zu wissen, ob das Wesen, das ihr liebt, euch ebenfalls liebt. Warum? Weil die Liebe zirkuliert, sie geht vom einen zum anderen: Man empfängt sie und man muss sie weitergeben. Was ihr einem geliebten Menschen gebt, gibt er seinerseits weiter und so bildet sich eine Kette, ein Strom, der von euch ausgeht und durch Tausende von Männern und Frauen auf euch zurückkommt. Die, die sich damit begnügen, sich gegenseitig ihre Liebe zuzuschicken, bringen den Strom nicht zum Zirkulieren, sondern durchtrennen ihn im Gegenteil.
Noch ein weiteres Bild: Stellt euch die Menschen wie Bergsteiger vor, die zu ein und derselben Seilschaft gehören. Jeder muss voranschreiten und das Seil muss gespannt bleiben. Wenn ihr zu dem vor euch Gehenden sagt: »Ich liebe dich, dreh dich um und schau mich an«, so behindert ihr das Vorwärtskommen der gesamten Seilschaft. Sich umdrehen bedeutet, das Seil locker zu machen; man hindert dadurch die Vorderen und die Hinteren am Aufsteigen. Jeder muss in der Richtung der gesamten Seilschaft laufen. Wir dürfen nicht mitten auf dem Weg stehen bleiben, uns anschauen und miteinander reden; wir müssen immer weiter zum Gipfel aufsteigen, ohne Ruhepause und ohne Schwäche. Das tägliche Leben wird euch so viele Gelegenheiten geben, dieses Bild zu interpretieren!

21. August 2016

21. August 2016

Jeden Tag sind wir Versuchungen ausgesetzt. Versucht zu sein, heißt, einen Einfluss zu empfangen. Was ist ein Einfluss? Eine Strömung, die versucht in uns einzudringen, also eine Art von Nahrung. Es gibt gute Einflüsse, aber es gibt auch schlechte und es ist nicht immer möglich, sich dem Eindringen dieser Strömungen zu widersetzen. Aber wenn sie einmal eingedrungen sind, dann müssen wir uns bemühen, sie zu verwandeln. Wenn wir erliegen, wenn wir uns einer Schwäche hingeben, registriert unser inneres Gericht, dass wir diese Substanzen nicht assimilieren konnten und sie werden daher in der einen oder anderen Form wieder auftauchen, entweder als seelische oder sogar als körperliche Störung.
Vergiftete Nahrung, die man nicht in sich einlässt, kann nicht wieder auftauchen. Man muss also darauf achten, sie nicht eindringen zu lassen. Aber da dies nicht immer gelingt, muss man sich, wenn sie einmal eingedrungen ist, darin üben, sie zu verwandeln, damit sie assimiliert werden kann.

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