1. Juli 2016

1. Juli 2016

Die Einweihungsschüler denken, dass es ziemlich langweilig ist, jeden Tag die gleichen Übungen zu machen, die gleichen Gebete zu sprechen, die gleichen Verhaltensregeln zu beachten. Gut, aber warum finden sie es dann nicht langweilig, dreimal am Tag das gleiche Brot zu essen und das gleiche Wasser zu trinken? Sie nehmen jeden Tag ungefähr die gleiche Nahrung zu sich, damit sie imstande sind zu lernen, zu arbeiten, zu lieben und – ganz einfach gesagt – zu leben. Genauso ist es auch nötig, sich auf der spirituellen Ebene zu ernähren, und zwar nicht nur, indem man einmal in der Woche in die Kirche, den Tempel, die Synagoge oder die Moschee geht. Jeden Tag muss man die gleiche himmlische Nahrung zu sich nehmen, damit man fähig wird, das Leben der Seele und des Geistes zu leben.

Was ist ein Kind Gottes? Jeder, der es versteht, das himmlische Brot zu essen. Er fühlt, dass es ihm das Leben bringt und dass er anschließend in der Lage ist, allen seinen Freunden einige Partikel und Strahlen dieses Lebens zu schenken.

30. Juni 2016

30. Juni 2016

Gebete, Fastenkuren, Waschungen und alle anderen von den Religionen der ganzen Welt vorgeschriebenen Praktiken haben die Aufgabe, die Menschen vorzubereiten, damit sie die Ströme und Botschaften des Himmels richtig empfangen können. Das Wichtigste daran sind jedoch nicht die Praktiken selbst. Das Wichtigste ist die Absicht, eine innere Arbeit der Loslösung, der Reinigung auszuüben und dadurch seine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu verbessern. Wer zu dieser Arbeit nicht entschlossen ist, sollte lieber die Spiritualität beiseitelassen, weil er sonst für sich und die anderen zur Gefahr wird.

Solange man sich nicht von bestimmten Vorurteilen und Voreingenommenheiten befreit hat, gibt es nichts Gefährlicheres als spirituelle Praktiken, weil sie demjenigen, der sie ausführt, die Illusion vermitteln, er könne ein Botschafter oder Werkzeug des Himmels werden. So hat man gesehen, wie Menschen zu Schlächtern ihrer eigenen Familie oder sogar ihres eigenen Volkes wurden. Nur wer an der Uneigennützigkeit und der Liebe zu den anderen gearbeitet hat, kann die Botschaften des Himmels hören und übermitteln.

29. Juni 2016

29. Juni 2016

Männer und Frauen die einander lieben, haben das Bedürfnis, sich zu treffen, sich anzunähern und zusammenzuleben, was ganz natürlich ist. Aber wenn ihrer Beziehung eine wahre innere Dimension fehlt, kann man bereits das Ende ihrer Liebe vorhersagen.

Fühlt ihr euch von der feinstofflichen Anwesenheit eines Menschen bewohnt, so stellt ihr fest, dass ihr nicht unbedingt seine körperliche Gegenwart braucht, um die Empfindung zu haben, mit ihm zusammen zu sein. Wenn ihr ein starkes Bedürfnis nach seiner physischen Anwesenheit habt, bedeutet dies, dass ihr im Begriff seid, eure innere Welt zu verlassen, was euch großes Leid bringen könnte. Denn wer sagt euch, dass die Umstände euch nicht eines Tages diesen geliebten Menschen wegnehmen werden…? Seid ihr hingegen von einer inneren Anwesenheit erfüllt, haben die äußeren Bedingungen weniger Macht über euch. Das ist ein Kriterium: Wenn ihr beim Gedanken an die Wesen, die ihr liebt, ebenso viel Freude verspürt wie wenn ihr sie seht, dann seid ihr frei, und diese Freude wird euch nicht mehr verlassen.

28. Juni 2016

28. Juni 2016

Die Zeit hat für die Menschen eine maßlose Wichtigkeit bekommen. Hört ihr sie sprechen, bemerkt ihr, dass immer wieder die gleichen Sätze fallen, wie: »Ich habe keine Zeit… Wie viel Zeit brauche ich dafür…? Ich möchte Zeit sparen…« Nun, im spirituellen Leben darf man sich nicht um die Zeit kümmern. Wenn ihr Fristen setzt, um diesen oder jenen eurer Fehler zu überwinden, um eine psychische Fähigkeit oder eine innere Enthüllung zu erlangen, erreicht ihr nur, euch zu verkrampfen, sodass eure Entwicklung nicht harmonisch verläuft.

Ihr müsst an eurer Vervollkommnung arbeiten, ohne euch je eine Frist zu setzen. Vor euch liegt die Ewigkeit! Eines Tages werdet ihr zwangsläufig diese Vollkommenheit erreichen, nach der ihr euch sehnt. Befasst euch nur mit der Schönheit der unternommenen Arbeit und sagt: »Weil es so schön ist, kümmere ich mich nicht darum, zu wissen, ob ich Jahrhunderte oder Jahrtausende für die Verwirklichung brauche; ich arbeite einfach und das ist alles.«

27. Juni 2016

27. Juni 2016

Automatisch und geistesabwesend steckt ihr täglich Schlüssel in Schlösser, ohne zu sehen, dass ihr dabei, symbolisch betrachtet, die Arbeit des Geistes (Schlüssel) an der Materie (Schloss) wiederholt. Erforscht also, was Schlüssel und Schloss bedeuten, dann erhaltet ihr den Schlüssel für die Öffnung von Schlössern, an die ihr nie noch gedacht habt. Ja, die Ohren, der Mund, die Nasenöffnungen, die Augen sind Schlösser; sogar das Gehirn selbst ist ein Schloss. Wenn ihr das versteht, besitzt ihr die Schlüssel, um die Türen der Natur, aber auch Türen in euch selbst zu öffnen.

Und was sind Verstand, Herz und Wille? Es sind Türen, die uns Zugang verschaffen zu den Regionen, in denen wir denken, fühlen und handeln und die Schlüssel zur Öffnung dieser Türen sind Weisheit, Liebe und Wahrheit. Die Weisheit öffnet den Verstand, die Liebe öffnet das Herz und die Wahrheit öffnet den Willen. Wenn ihr ein Problem habt, probiert diese Schlüssel. Habt ihr keinen Erfolg mit dem ersten? Dann versucht den zweiten. Der zweite öffnet auch nicht? Also versucht den dritten. Wenn ihr wisst, wie ihr vorgehen müsst, kann es gar nicht anders sein, als dass durch einen dieser drei Schlüssel euer Problem schlussendlich gelöst wird.

26. Juni 2016

26. Juni 2016

Meister Peter Deunov sagte: »Wenn ihr in euch die Vorstellung der Liebe in ihrer erhabensten Form nährt, werden euch Tausende und Abertausende liebender Seelen helfen, denn mit Liebe ist die kollektive Arbeit einer Vielzahl untereinander durch die Idee der Liebe verbundener Seelen gemeint. Die göttliche Liebe ist die größte existierende Kraft. Zweifelt niemals an dieser Wahrheit, damit die in ihrem Namen wirkenden Seelen immer in eurer Nähe bleiben.«

Diese Worte verdienen es, meditiert, gekaut und verdaut zu werden, weil sie uns außergewöhnliche Horizonte eröffnen. Wenn wir zu dieser göttlichen Auffassung der Liebe gelangen, werden wir von Oben Tausende von Seelen anziehen, die kommen, um uns zu helfen und zu unterstützen. Die menschliche Sprache ist zu schwach, um die Freuden derer auszudrücken, die von einer solchen Liebe besucht werden. Für sie genügt es, im Vorbeigehen das Gesicht eines Mannes oder einer Frau wahrzunehmen, um sich in der Fülle zu fühlen.

25. Juni 2016

25. Juni 2016

Lernt, eure Gedanken, eure Wünsche und sogar alle Neigungen eurer niederen Natur für die Verwirklichung eines erhabenen Ideals einzusetzen. Auch die Sonne kann euch helfen, diese Arbeit der Vereinigung und Harmonisierung zu verwirklichen. Wenn ihr am Morgen den Sonnenaufgang betrachtet, denkt, dass sich euer Bewusstsein eurer eigenen Sonne, eurem Geist, eurem höheren Selbst, nähert, um mit ihm eins zu werden. Sobald es euch gelungen sein wird, alle gegenläufigen, euch hin- und herziehenden Kräfte zu beruhigen und zu vereinigen, um sie in eine einzige lichtvolle, göttliche Richtung zu lenken, werdet ihr ein so mächtiges Zentrum, dass ihr fähig seid, wie die Sonne in alle Richtungen zu strahlen.

Ein Mensch, dem es gelungen ist, seine eigenen Probleme zu regeln, ist frei und kann damit beginnen, an die anderen zu denken. Dank der errungenen Freiheit, erweitert er sein Bewusstseinsfeld auf die ganze Menschheit und sendet, wie die Sonne, die aus ihm überströmende Fülle des Lichts und der Liebe aus… Bevor er jedoch strahlen kann, muss er lernen, alle Kräfte seines Wesens zu konzentrieren und sie in eine einzige Richtung zu lenken.

24. Juni 2016

24. Juni 2016

Wenn ihr eine große Freude empfindet, so gebt euch ihr nicht rückhaltlos hin. Seid im Gegenteil wachsam und rechnet sogar damit, von Ereignissen oder Personen in eurer Umgebung bald einige Unannehmlichkeiten zu erfahren. Wenn ihr sorglos und nachlässig seid, werdet ihr davon überrascht.

Es ist ein Gesetz: Weil alles verbunden ist, gibt es automatisch eine entgegengesetzte Strömung, sobald in einer Region eine Bewegung in eine bestimmte Richtung abläuft. Wenn ihr also zum Beispiel eine gute Nachricht erhaltet oder einen Erfolg erringt, seid wachsam und wisst, dass sich schon ein negativer Strom bildet, um euch anzugreifen. Bereitet euch auf eure Verteidigung vor. Lasst euch nicht überrumpeln, sonst besteht die Gefahr, dass ihr alles verliert, was euch dieser Augenblick der Gnade an Gutem gebracht hat.

23. Juni 2016

23. Juni 2016

Der Mond, das Nachtgestirn, regiert über die Gewässer: über die kristallklaren und über die verschmutzten Gewässer. Darum ist er sowohl das Gestirn der weißen, wie auch das der schwarzen Magie. Die Eingeweihten haben diese beiden Aspekte des Mondes, den reinen und unreinen, den wohltuenden und schädlichen, erforscht. In der Mythologie wurden sie personifiziert durch die Göttin Diana (oder Artemis), keusche Diana genannt, und durch die Göttin Hekate, eine höllische Göttin. Die verborgene Seite des Mondes, der Schattenkegel, hat die Eigenschaft, das Böse, das auf der Erde geschieht, zu absorbieren; denn die Gedanken und Gefühle bewegen sich fort, und die vom Bösen inspirierten Gedanken und Gefühle der Menschen werden vom Schattenkegel angesaugt. Aus dieser Region ziehen die Hexer dunkle Wesenheiten herbei, die die Menschen quälen und fehlleiten. Ebenfalls dort holen sie sich die Elemente für ihre Verwünschungen und Beschwörungen. Die andere Seite des Mondes hingegen, ist dem reinigenden Einfluss der Sonne ausgesetzt.

Wenn ihr lernt, euch auf die höheren Regionen des Mondes zu konzentrieren, so reinigt ihr euch. Als Hilfe bei dieser Übung könnt ihr einen Gegenstand aus Silber in der Hand halten; denn genau so wie die Sonne Affinitäten zu Feuer und Gold besitzt, hat der Mond Affinitäten zu Wasser und Silber. Verbindet euch auch mit dem Erzengel Gabriel; er ist der Erzengel des Mondes, so wie Michael der Erzengel der Sonne ist.

22. Juni 2016

22. Juni 2016

Nachts, während des Schlafes, habt ihr gute Bedingungen, um in der unsichtbaren Welt etwas zu lernen. Und selbst wenn ihr keine klare Erinnerung an das behaltet, was ihr gelernt habt, könnt ihr doch manchmal am nächsten Tag fühlen, dass neue Elemente zu eurem Verständnis der Dinge hinzugekommen sind.

Jeder Tag ist eine neue Existenz. Jeden Morgen werdet ihr in die Welt geboren, und jeden Abend verlasst ihr sie. Es ist daher wichtig, diesen Moment gut zu leben, weil er die Bedingungen für den nächsten Tag vorbereitet. Egal wie der erlebte Tag war, solltet ihr euch bemühen, im Augenblick des Einschlafens alles zu verjagen, was euer Bewusstsein trüben könnte. Ruft die besten Gedanken und Gefühle herbei, damit sie euch auf dieser heiligen Reise begleiten, die ihr in der anderen Welt unternehmen werdet. Am nächsten Tag werdet ihr den neuen Tag mit Empfindungen des Lichts, des Friedens und der Freude betreten.

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