20. Februar 2018

Wollt ihr euch in Sicherheit fühlen? Weiht alles dem Herrn. Weiht Ihm euren Geist, eure Seele, aber auch euren Körper, und sogar euer Haus und euer Geld. Seid ohne Bange: Der Herr wird nicht kommen und euer Geld nehmen, um es in Seinen Panzerschränken in Sicherheit zu bringen, aber die Geste, allein der Gedanke, dass ihr Ihm alles gebt, bringt es bereits in Sicherheit. Und dann wird Er euch inspirieren, was ihr damit machen sollt. Ihr seid der Bankier, der Kassierer, und Gott, als der Besitzer, wird euch gute Ratschläge geben, dank derer dieses Geld niemals verloren geht, weil es Ihm gehört.

Warum verlieren so viele Reiche ihr Vermögen oder machen schlechte Geschäfte? Weil sie ihr Geld nicht zuerst Gott geweiht haben, der allein in der Lage ist, sie zu beraten, wie sie es für das Gute verwenden können.

19. Februar 2018

Wie viele Schwierigkeiten tauchen im Leben auf, weil man impulsiv ist und seinen Mund nicht halten kann! Ihr habt einen Vorgesetzten oder Partner, seid in einem Gespräch mit ihm nicht wachsam genug, euch entschlüpfen ein paar ungeschickte Worte, und schon ist es passiert, die Beziehungen sind zerbrochen, mit allen Komplikationen, die das nach sich ziehen kann… Ihr sagt, ihr würdet versuchen, es wieder gutzumachen, aber ist das so einfach?

Versteht also, dass es immer vorteilhafter ist, aufmerksam und vernünftig zu sein, um die Dinge nicht in Unordnung zu bringen, wenigstens zuerst in sich selbst. Auf die äußere Welt hat man sehr wenig Einfluss, aber bei allem, was man selbst macht, ist es möglich – wenn man bewusst und wachsam ist –, Harmonie, Frieden und Licht zu bringen. Demjenigen, der jeden Tag lernt, seine Geduld und Beherrschung zu üben, gelingt es schließlich, die Konflikte zu besänftigen, die in seinem Umfeld auftauchen können: Dank seines Verhaltens erweckt er die Achtung und Freundschaft seiner Umgebung. Durch Aufmerksamkeit und durch Beherrschung hat man die besten Chancen, die Probleme zu lösen.

18. Februar 2018

Ihr habt die Macht der Liebe noch nicht genug erprobt. Ihr seid zum Beispiel unruhig, aufgebracht, unglücklich… Nun, statt euch die Haare zu raufen oder überall hinzugehen, um euch zu beklagen und die andern zu belästigen, bleibt ganz ruhig. Beginnt zu atmen, dann schickt einen Gedanken mit Liebe, sprecht ein Wort mit Liebe, macht eine Bewegung mit Liebe. Ihr werdet feststellen, dass das, was am Zerbrechen und Gären war, sehr weit weggejagt wird. Wenn ihr die Liebe ruft, öffnet ihr in eurem Herzen eine Quelle, und wenn diese Quelle begonnen hat zu fließen, dann lasst sie wirken, sie wird auf ihrem Weg alles reinigen. Es ist einfach, es genügt, sein Herz zu öffnen und die Liebe herbeizurufen. Aber ihr müsst sofort reagieren und nicht warten, bis ihr vom Ärger oder vom Kummer überwältigt worden seid.

Versucht es, und ihr werdet euch fragen, warum ihr diese Methode nicht schon angewendet habt. Man spricht von der Liebe, man singt über die Liebe und amüsiert sich mit der Liebe… Jetzt muss man aber verstehen, dass die wahrhaftige Liebe das wirkungsvollste Mittel ist, das man einsetzen kann, um das Seelenheil zu finden.

17. Februar 2018

Stellt euch jemanden vor, der nie viel gearbeitet hat, um Geld zu verdienen: Eines Tages braucht er aber einen großen Betrag, weil er, zum Beispiel, ein Haus bauen will. Wenn er nun beim Schalter einer Bank erscheint, um diese Summe zu verlangen und sicher ist, dass die Bank, als Verwahrer von viel Geld, sie ihm sofort geben wird, so kann man sich die Antwort vorstellen, die er erhalten wird.

Auf der physischen Ebene weiß jedermann, dass ein solches Unterfangen zum Scheitern verurteilt ist, aber auf der spirituellen Ebene glauben viele, es sei möglich: Sie erscheinen bei den himmlischen Banken und richten an sie Forderungen, sie verlangen Wunder, sie erwarten, dass die Engel und Erzengel herabsteigen, um ihnen zu Hilfe zu kommen… Aber was haben sie dafür getan? Reicht es denn, dass sie in einem Moment der Not ein paar Gebete aufsagen, damit der Himmel sich öffnet, damit die Sonne und die ganze Natur ihren Lauf ändern?… Wenn sie vorher nichts dafür getan haben, die Hilfe des Himmels zu empfangen, werden sie leer ausgehen.

16. Februar 2018

Denkt nicht, dass es genügt, den Weg des Guten und des Lichts zu wählen, damit sofort alle eure Probleme sich lösen, eure Schwierigkeiten verschwinden und sich eine breite und ebene Straße vor euch öffnet. Macht euch keine Illusionen! Solange ihr noch Schulden für all eure Überschreitungen der nahen oder fernen Vergangenheit zu bezahlen habt, werdet ihr mit Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert sein. Der Weg vor euch wird erst dann frei sein, wenn ihr eure Schulden auf ehrliche Weise beglichen habt.

Wenn ihr also Prüfungen begegnet, so lehnt euch nicht auf und lasst euch auch nicht entmutigen. Versucht, sie durchzustehen in dem Wissen, dass sie notwendig sind und dass sie euch nicht daran hindern dürfen, den Weg des Guten und des Lichtes weiterzugehen, um eure Zukunft aufzubauen.

15. Februar 2018

Oft ist nicht die Gefahr selbst das Furchtbarste, sondern die Panik angesichts dieser Gefahr. Wenn ihr euch also in Gefahr befindet, bleibt einige Sekunden unbeweglich, bevor ihr irgendetwas unternehmt, rührt euch nicht, sprecht nicht, ballt eure rechte Faust, atmet tief, während ihr euch mit dem Himmel verbindet und ihn um Hilfe bittet. So wird es euch gelingen, eure Zellen zu beherrschen und anschließend das zu tun, was notwendig ist, um euch zu retten. Wenn ihr euch einer unkontrollierten Bewegung hingebt, dann ist das so, als ob ihr einen Staudamm sprengen würdet: Die entfesselten Fluten werden sich ergießen, und ihr könnt die Situation nicht mehr in Ordnung bringen. Man hat so gesehen, dass sich Leute aus dem Fenster stürzten oder sich ins Feuer warfen.

Bleibt beim Anblick der Gefahr einen Moment lang bewegungslos und verbindet euch mit der Vorsehung. Dann werdet ihr fühlen, wie dieser Friede entsteht, der die erste Bedingung ist, um die Kräfte zu erwecken, die euch retten werden. Diese Kräfte sind immer gegenwärtig in euch, aber ihr müsst ihnen die Bedingungen geben, sich zu manifestieren.

14. Februar 2018

Das Sehvermögen, das Gehör, der Geruchssinn, der Tastsinn und der Geschmackssinn… Die fünf Sinne verbinden uns mit der Welt, die uns umgibt. Habt ihr schon darüber nachgedacht, dass man zwar weit hören und noch weiter sehen kann, man sich den Dingen aber mehr und mehr nähern muss, um sie zu riechen und zu berühren? Und um sie zu schmecken, müssen wir sie sogar in unseren Mund stecken. Das Gehör und das Sehvermögen lassen den Menschen frei, während der Geruchssinn, der Tastsinn und der Geschmackssinn ihn beherrschen, weil sie ihn zwingen, sich den Dingen und Wesen zu nähern.

Aber es geschieht auch, dass die höheren Sinne – das Sehvermögen und das Gehör – den Menschen zu den niedrigeren Sinnen hinziehen. Die Augen und die Ohren tun ihr Möglichstes, um Verträge mit Nase, Mund und Händen zu schließen. Ein Mann ist von der Schönheit einer Frau entzückt, von dem Klang ihrer Stimme… Wird er sich damit zufrieden geben, sie zu betrachten und ihr zuzuhören? Oft drängt es ihn, sich ihr zu nähern, um ihren Duft zu riechen, sie zu liebkosen, sie zu küssen… Weise ist derjenige, der gelernt hat, diesen Vertrag zu brechen: Er bemüht sich, sich durch die Ohren und Augen vor allem mit der subtilen Seite der Wesen zu verbinden. Auf diese Weise befreit er sich.

13. Februar 2018

Als ich ein junger Schüler des Meisters Peter Deunov in Bulgarien war, bemerkte ich an ihm eine Gewohnheit, die mich neugierig machte. Was immer er gerade tat, es gab immer einen Moment, in dem er innehielt, die Augen schloss und einige Worte aussprach. Dann, als ob er sich in eine andere Welt zurückgezogen hätte, drückte sein Gesicht etwas außerordentlich Friedvolles und Tiefes aus.

Eines Tages entzifferte ich schließlich, welches diese Worte waren: »Slava na Tebe, Gospodi«, das heißt »Gelobt seist Du, Herr«. Und ich dachte: Wenn ein großer Meister, der immer so eng mit dem Herrn verbunden ist, es nötig hat, mehrere Male am Tag Seinen Namen auszusprechen, so müssen wir dies umso mehr tun. Und ich wollte ihn nachahmen. Im Laufe des Tages, wo immer ich war, gewöhnte ich mir also an zu wiederholen: »Slava na Tebe, Gospodi.« Denkt auch ihr daran, dies zu tun, auf Bulgarisch oder in eurer Muttersprache, wie ihr wollt. Ob ihr zu Hause seid, auf der Straße, bei der Arbeit, haltet einen Moment inne, um euch mit dem Herrn zu verbinden und dabei diese Worte auszusprechen – natürlich ohne dass es jemand hört –, ihr werdet euch sogleich mit der göttlichen Quelle des Lebens verbunden fühlen.

12. Februar 2018

Ein Mann, der krumme Geschäfte gemacht hat, steht vor Gericht. Das konnte so weit kommen, weil seine Machenschaften gescheitert sind. Aber wie wird er diesen Misserfolg erklären? Er sagt sich, dass er leider nicht alles voraussehen konnte, aber dass er das nächste Mal versuchen wird, es geschickter anzustellen. Er denkt nicht daran, die Richtigkeit seiner Taten anzuzweifeln. Da die Gesellschaft ja ohnehin vom »Gesetz des Dschungels» regiert wird, warum sollte er Skrupel haben? Es geht nur darum, sich nicht erwischen zu lassen.

Selbst wenn dieses Argument in den Augen mancher Leute akzeptabel erscheint, müssen es alle diejenigen, die spirituell fortschreiten wollen, in Wirklichkeit ablehnen. Es ist niemals gerechtfertigt, sich schlecht zu verhalten, unter dem Vorwand, dass die anderen sich schlecht verhalten, und jeder muss sich nur fragen: »Was werde ich wirklich gewinnen, wenn ich diesen Standpunkt annehme und auf dieser Einstellung beharre?« Und er muss sich jedes Mal aufrichtig hinterfragen.

11. Februar 2018

Das spirituelle Leben ist eine Disziplin, die viel Zeit und Anstrengungen verlangt. Wenn euch also jemand versichert, dass er Methoden hat, dank denen ihr leicht und schnell Hellsichtigkeit, psychische Fähigkeiten usw. erlangen werdet, dann seid auf der Hut. Und seid umso mehr auf der Hut, wenn er für diese schnellen Ergebnisse von euch Geld verlangt! Denn Geld ist wahrhaftig von keinem Nutzen, um im spirituellen Leben voranzukommen.

Jeden Tag zu lernen, sich zu beherrschen, an die anderen zu denken, sich durch Gebet und Meditation mit dem Herrn zu verbinden, das kostet gar nichts, es ist gratis. Nur dauert das sehr lange, und da die Menschen faul sind und es eilig haben, Erfolge zu erzielen, sind sie sofort von demjenigen angezogen, der ihnen das Blaue vom Himmel verspricht, auch wenn es sie sehr teuer zu stehen kommt. Aber dann sollen sie sich hinterher nicht beklagen, wenn sie betrogen wurden! Wenn man eine spirituelle Lehre, einen Meister sucht, muss man wissen, was man von ihm erwartet: Illusionen oder die Wahrheit.

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